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Mit tödlichen Grüßen

Entführung und Mord in Laufer Altstadt

Entführung und Mord in Laufer Altstadt

Schüsse, Geschrei und ein mit quietschenden Reifen flüchtendes Auto erschreckte Passanten, die am Samstagabend an der Laufer Johanniskirche flanierten. Es bot sich weiterhin eine nach außen hin erschreckende Szene: Eine offenbar anstehende Trauung schien jäh durch ein Gewaltverbrechen unterbrochen worden zu sein, eine hübsche Frau im Brautkleid, begleitet von Ihrer Mutter und Trauzeugin schrien um Hilfe und flüchteten ins nahegelegene Pfarrarmt.

Dort war zufällig der erste Bürgermeister der Stadt Lauf um eine kleine Ansprache zu halten. Auch dieser war über die Vorkommnisse offensichtlich erschrocken und aufs Höchste alarmiert.

Die 60 anwesenden Personen, die soeben dem Bürgermeister angespannt zuhörten ließen sich allerdings nicht weiter aus der Ruhe bringen, auch als die nun hysterisch schreienden Frauen, unter ihnen auch die Frau des Bürgermeisters, in den Johannissaal vordrangen.

Die Gelassenheit hatte ihren Grund. Der dritte „Mordfall“ des CVJM Lauf und der ev. Kirchengemeinde fand an diesem Abend statt. „Mit tödlichen Grüßen“ lautete die Einladung an alle krimiaffinen Laufer. Leider kamen nur 50 Karten in den Verkauf, die bei weitem nicht das Interesse und Nachfragen stillen konnten.

Der Krimiabend fing nun für die Teilnehmer ungewohnt an: In einer Gastrolle war der wirkliche erste Laufer Bürgermeister Benedikt Bisping erschienen, um in seiner Kriminalrolle als „Benelux Ringfing“ einen Appell an die Ermittler zu richten die „ …familienfreundliche Stadt Lauf“ weiter von Kriminalität und mafiösen Einflüssen zu schützen. In diesem Moment stürzte auch schon seine Kriminalfrau in den Saal und schrie ihren „Mann“ an, er möge die Bundeswehr um Hilfe rufen, da eine Entführung vor der Kirche stattfand. Der Bürgermeister war ebenso wie alle Anwesenden über das Ereignis erstaunt, schnell aber formierten sich Ermittlungsgruppen (SOKOS), die den Fall aufklären wollten.

Die Organisatoren dieses Krimiabends haben das Geschehen wieder hervorragend in Szene gesetzt. Die Ermittler konnten nun in der Laufer Altstadt verschiedene Verdächtige vernehmen. So hatte der stadtbekannte Laufer Detektiv Tschessrow Gips seine Detektei eröffnet, in der Altung waren ein Gebrauchtwagenhändler und eine Frittenbude neu angesiedelt. Eine äußerst auffällig gekleidete und stark parfümierte Dame lud ins neue Fitnesszentrum mit „nachhaltigem Mehrwert“ nach Heuchling ein und das Wohl der Bevölkerung wurde im Sanitätszentrum am Marktplatz durch Dr. Ischias überwacht.

Die Ermittler fanden sich völlig in ihrer Rolle ein, es kam bei den Teilnehmern wirklich ein Gefühl auf einmal mittendrin zu sein. Wann schon konnte man Vernehmungen durchführen und z.B. der Spusi (Spurensicherung) bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Aufgrund der hervorragenden schauspielerischen Fähigkeiten der Akteure des CVJMs machte dieser Krimiabend allen sehr viel Spaß.

Im Laufe des Abends kam es aber auch zu weiteren schrecklichen Entwicklungen. Der scheinbar Entführte wurde gefunden, allerdings nur in Teilen. Die Spusi hatte alle Hände voll zu tun um die einzelnen Fundorte zu analysieren. Nachdem nun ein Mord offensichtlich war konzentrierten sich die Ermittler auf die Beteiligten: War der Bürgermeister involviert, was hatte der offensichtliche Mafiapate „Don Pupazzo“ alias Boeff Stroganoff (gespielt von Torsten Franke mit unnachahmlichen passendem Dialekt) mit dem Heuchlinger Fitnessclub zu schaffen? Eine undurchsichtige Person war auch der Laufer Altstadtführer Waldemar Neumann (gekonnt gespielt von Baldur Strobel) der zudem einen schrecklichen Fund auf der Laufer Schleif machte. Die Ermittler gaben an diesem Abend alles um diesen vielschichtigen und undurchsichtigen Fall zu lösen. Viel zu früh kam dann nach zwei Stunden der Schluss und alle Beteiligten trafen sich im Laufer weißen Lamm zum „Mordsdinner“.

Dort wurden die Ermittlungsergebnisse der einzelnen Gruppen ausgewertet und eine Sieger-Soko gekürt. Anschließend wurde der doch sehr schwierige Fall in einem professionellen Verhör aufgeklärt. Hier ergab sich noch ein erschreckender Showdown: Der einsame Stadtpolizist Harry Schulz erschoss vor Publikum seine Komplizin Feline Raschke, die stadtbekannte Reporterin des „Laufer Tagblattes“. Diese beiden hatten in einem erpresserischen Komplott den Sohn des Laufer Mafiapaten entführt und zufällig ermordet.

Ein tosender Applaus aller Teilnehmer für die Schauspieler und Organisatoren des CVJM Lauf und er Kirchengemeinde beendete diesen gelungenen Abend. Viele Fallanalysen und Gespräche ließen dann den Abend gemütlich ausklingen.

 

Dieser Fall war nun doch etwas schwieriger als die anderen beiden, in den Jahren zuvor. Wieder haben sich hier die Autoren Uli Herzig und Udo Reitzmann bewiesen, dass sie etwas von ihrem Handwerk verstehen und so eine tolle Umsetzung inszeniert. Unterstützt von Anita Franke, die zahlreiche Requisiten und organisatorische Fragen und Probleme löste, wurde der Abend wieder zu etwas Besonderem.

Wir danken allen Mitwirkenden, an diesem Fall für den tollen und grandiosen Einsatz:

Tscharlie Müller, ein gewaltiger Windhund, der einen Gebrauchtwagenhandel in der Altung betrieb, zugleich aber der Leibwächter und Schläger sowie Drogendealer von Don Pupazzo war. Hier konnte Bernd Decker sein herausragendes Talent als Schauspieler umsetzen – fast wäre es ihm gelungen tatsächlich eines der bereitgestellten Autos zu verkaufen J

Nebenan am Gebrauchtwarenhandel hatte „Fritten-Felix“ (Felix Heller) seine neue Würstchenbude eröffnet und erfreute sich des Zuspruchs.

Im Sanitätszentrum waren gleich mehrere Personen: Dr. Amselfried Ischias (Thomas Baum), der als unentdeckter BKA Sonderermittler den geschockten Damen Charlene Diarrhoe (Celina ???) und Ludmilla Stroganova (Sarah Franke) den Puls maß. In unmittelbarer Nähe trieben sich die Sensationsreporterin Feline Raschke (Ines Heller) ihr mutmaßlicher Komplize Harry Schulz (Roland Bartsch) und die Bordsteinschwalbe Trixi Leibnix (phantastisch dargestellt durch Hedi Nockemann) auf dem Markplatz herum. Der zwielichtige Laufer Privatdetektiv Tschessrow Gips (mit brutal überzeugender Note: Chrissi Kempf) hing dann sein Schnüffelnäschen auf überall rein, so entdeckte dieser, dass im Tattoostudio Chrishna-Store nicht nur Piercings und Tattoos verkauft wurden sondern durch Samuel Weber (mit abwesendem Blick, leicht schwebend Alex Müller) und Cosima Shisha Wollner (überzeugend im Verkauf Mellissa Malm) Drogen verkauft wurden.

Die Fäden des Klatsches und Tratsches schließlich liefen bei der Laufer Buchhändlerin Pina Colada (als Ratschkartel unnachahmlich Silke Baum) und dem immer wieder vorbeiflanierenden Stadtführer Waldemar Neumann (Baldur Strobel) zusammen. Die Spusi hatte nun auch alle Hände voll zu tun, da immer mehr Tat- und Fundorte auftauchten. Anja Bürger, Frank Wüst und Heiko Brandt agierten in dieser Rolle dermaßen überzeugend, dass manche Teilnehmer schon dachten, dies wären echte Spusis!

Einsam und verlassen, dennoch um das Geschehen der Stadt Lauf besorgt waren Bärbel und Benelux Ringfing (gekonnt in die Rolle eingefunden Simone Haas und Hans-Helmut Heller) im Laufer Bürgerbüro und sorgten sich über die aktuellen Ereignisse. Eine zwielichtige Gestalt, die sich als Vater von Tscharlie Müller entpuppte, verkörperte Erwin Müller (alias Philipp Höcht), der als Vorzeigerentner in der Stadt sein Unwesen trieb.

Vielen und herzlichen Dank allen Schauspielern für den Einsatz!

So wurde auch dieser mittlerweile dritte Krimiabend wieder zu einem Erfolg und sorgte sowohl bei den Teilnehmern als auch Schauspielern für viel Spaß und Freude.

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© CVJM Lauf. Krimiabend '14 (zuletzt aktualisiert am 27.04.15)